vom 6. - 9. August 2020 in Gießen

Gemeinschaft und Gemeinschaftsbildung

Symposium 2020

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Das sind sie, unsere Referent/Innen des 3. Symposiums

Zusammen Leben | Gemeinschaft und Gemeinschaftsbildung 2020

Bewusst[ ]Sein

‍Achim Ecker

‍Über mich …

‍Achim Ecker schloss sich 1985 der Urgemeinschaft des ZEGG an. Bis heute ist er eine tragende Säule im Gemeinschaftsaufbau und im ökologischen Wandel des ZEGG und an vielen Orten der Welt. Er baut mit viel Feingefühl und Wissen den Boden für reiche, authentische und freie Beziehungen auf. Er ist herausfordernd und einfühlsam, und erweitert sein Wissen ständig. In seinen 35 Jahren intensiver Gemeinschaftserfahrung und Arbeit mit dem ZEGG-Forum ergänzte er seine Fähigkeiten durch viele andere interessante Methoden.

‍In seiner Arbeit mit Menschen geht es ihm um die innere Befreiung und Weitung. Einer seiner Leitgedanken ist: "Mein größter Schutz ist meine größte Offenheit". 

Vortrag: Wir lieben „falsch“ oder – warum wir für den notwendigen Kulturwandel gründlich umsteuern müssen

Vor 40 Jahren wurden wir schon gewarnt, was an Klimaveränderung kommen kann, wenn wir unseren Lebenswandel nicht ändern. Niemand wollte das tun. Heute stellt sich die Frage des Wollens nicht mehr. Es ist zur Überlebensfrage geworden. Wenn ich mir die Welt anschaue oder die Wälder hier in Brandenburg, dann sehe ich, dass es eng wird für uns wachsende Menschheit. Wir brauchen einen umfassenden Kulturwandel.

Dieser Kulturwandel ist nicht nur äußerlich. Im Gegenteil, ich glaube, der äußere Kulturwandel wird sich nur durch einen inneren Bewusstseinswandel vollziehen. Wir müssen bereit sein zu überdenken wie wir leben, wirtschaften und wie wir lieben! Die Frage ist nicht mehr: „Werde ich geliebt“, sondern: „Liebe ich genug“? Wie Wilfried Nelles das Erwachsen-werden in der Liebe charakterisiert. Erwachsene Liebe folgt dem Leben und spart auch die Sexualität als primäre Lebenskraft nicht aus. Wir brauchen all unsere Kräfte in dieser Zeit des großen Wandels.


Workshop: Sehen ist Lieben (gemeinsam mit Ina Meyer-Stoll)

Sobald wir beginnen uns tiefer zu sehen und zu verstehen, beginnen wir zu lieben. Das jedenfalls ist unsere Erfahrung aus 35 Jahren Gemeinschaftsaufbau mit Hilfe des ZEGG-Forum. Die Absicht des Forums ist es, zu zeigen, was authentisch ist, lebendig und wahr. Es entsteht ein Raum von Vertrauen, Öffnung und Transparenz unter Menschen, in der wir auch wagen können, unserer verletzten, unsicheren und ängstlichen Anteile ans Licht zu bringen.

Wir gestalten einen offenen Geist der Forschung, wo die Antworten im Leben selbst auftauchen. Wir unterstützen uns gegenseitig, indem wir unsere Fragen und Erfahrungen zur Verfügung stellen. Wir sinken tiefer in die Essenz des Seins. Wir entdecken einen klaren Umgang mit unseren Gefühlen: Wenn wir akzeptieren, was ist, bewegen Gefühle sich ganz natürlich. Sie entstehen, werden wahrgenommen, gefühlt und wandeln sich.

Wir werden uns in der kurzen Zeit dieses Workshops auf die Reise machen uns und andere tiefer zu sehen. Wir verlassen die übliche Einteilung der Erfahrung in angenehm oder unangenehm und lassen uns ein auf das, was ist.

‍Alwin Graf

‍Über mich …

‍Alwin Graf ist 1951 geboren, Diplompsychologe und psychologischer Psychotherapeut und arbeitet seit 1990 in eigener Praxis für Körper- und Energiearbeit in Darmstadt. Mit viel Tatendrang und Herzblut leitet er seit nunmehr 30 Jahren Männergruppen und organisiert und begleitet seit 2007 Visions- und Initiationsreisen für junge Männer.

‍Alwin lebt in der Birkengemeinschaft im Odenwald.

„Vom Weiblichen im Mann“ – eine Untersuchung

Wir klären unsere Beziehung zu unserer eigenen Weiblichkeit.

Bei unserer gemeinsamen Untersuchung gehe ich von folgender These aus:

Wenn wir Männer keinen wirklichen Bezug zum Weiblichen in uns selbst haben bzw. herstellen können, fühlen wir uns nicht ganz, nicht heil.

Unsere persönliche Beziehung zu Frau/ zu den Frauen wird nicht ausbalanciert sein.

Im größeren Zusammenhang zerstört die aktuelle Disbalance zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen letztlich auch unsere Beziehung zum Ökosystem der Erde.

Dem werden wir uns mit einfachen Übungen, Texten und im Gespräch stellen und unsere Beziehung zum eigenen inneren Weiblichen erkunden.

Dahinter steht, taoistisch gesprochen, die Absicht: „Das Yang, das sein Extrem erreicht hat, muss durch das Yin wieder- bzw. neu geboren werden.“

‍Danièle Nicolet Widmer

‍Über mich …

‍Lebt seit 25 Jahren in der Kirschblüten-Gemeinschaft (Schweiz), welche um ihren Seelen- und Lebenspartner, Samuel Widmer Nicolet, und sie herum entstanden ist

‍und heute ca. 200 Seelen – fast die Hälfte davon Kinder – Heimat schenkt. Ihre Leidenschaften sind das Erforschen des Bewusstseins, Selbsterkenntnis, das Leben im tantrischen Geist, das spirituelle Träumen, spirituelle Geburtsbegleitung, das Leben mit Kindern und mit Menschen, die sich für das Heil- und Ganz-Werden interessieren.

Die spirituelle Dimension von Gemeinschaft

Spirituelle Ausrichtung und Anbindung als Notwendigkeit für jede Gemeinschaft


Einsichten von und praktische Anwendung mit Danièle Nicolet Widmer


Jede Gemeinschaft, unabhängig davon, was sie zusammengeführt hat – sei das Ökologie, Politik, neue Lebensformen, Landwirtschaft, Spiritualität, Selbsterkenntnis oder was immer sonst – braucht, um dauerhaft und gesund bestehen zu können, eine spirituelle Ausrichtung und eine gemeinsame Absicht, die über die Alltagsthemen hinaus reichen.

Unzählige Gemeinschaften zerbrechen, weil das Unpersönliche, Große, das Sich-Anschließen an die „Absicht der Schöpfung“ darin fehlen oder zu wenig Raum bekommen, weil die Stille fehlt, das „Heilige“ in und bei ihnen nicht zu Hause ist.

Die Themen und Leidenschaften, welche Menschen in Gemeinschaft zusammen führ(t)en, sind sozusagen der Boden, die konkrete Aufgabe, die eine Gemeinschaft braucht, um bestehen zu können. Dieser alleine reicht aber nicht aus, es braucht auch einen Himmel darüber, das Eingebettetsein in ein großes Ganzes. Fehlt dieser, werden Beziehungs- und Autoritätskonflikte zu so viel Spannung führen, werden die Menschen ermüden und sich verzetteln und verwickeln, dass das Zusammensein in eine Sackgasse führt, es mit der Zeit gar zerfällt. Nebst der eigenen inneren und der gemeinsamen Beziehungsarbeit, braucht Gemeinschaft, um langfristig glücklich, gesund und Sinn-voll bestehen zu können, die Ausrichtung auf das, was über das ICH, das Eigene, das Konkrete und Materielle hinausführt. Sie muss sich gemeinsam dem Größeren, der universellen Kraft und der Absicht von Schöpfung und Evolution öffnen und anschließen. Darin wird sie sich selbst immer wieder erneuern und läutern können.

Gemeinschaft muss sich von einer „Autorität“ führen lassen, die außerhalb des Menschlichen steht.

Vortrag: Macht und Basisdemokratie

Die Postmoderne hat ein negatives Verhältnis zu Macht entwickelt, das sich in vielen Gemeinschaften wiederfindet. Das hat historisch und oft auch biografisch gute Gründe, führt aber gleichzeitig zu einer Orientierungslosigkeit und einer starken Verlangsamung der gemeinsamen Entwicklung, weil eine autorisierte bündelnde Kraft fehlt. Elemente für ein vertieftes Verständnis dieses Vorgangs und einige Ausblicke, wie eine Integration von „Macht“ und kreativer Beteiligung der Einzelnen am Ganzen aussehen könnte.


Workshop: Vertiefende Erfahrung zum Thema

Im dazugehörigen Workshop nutzen wir verschiedene Formen, um die Fragestellungen des Vortrags erfahrbar zu machen und zu reflektieren.

‍François Michael Wiesmann

‍Über mich …

‍Francois ist 1959 geboren und in der Schweiz aufgewachsen. Er hat über 20 Jahre in verschiedenen Gemeinschaften gelebt, zuletzt im ZEGG, Bad Belzig. Seine Leidenschaft ist die individuelle und kollektive Bewusstseinsentwicklung. Er arbeitet als Kommunikationstrainer, Moderator, Seminarleiter und Coach und ist Ausbilder für Forum (transparente Gemeinschaftskommunikation).

‍Seit 20 Jahren  begleitet  er kleine und große Gemeinschaften in Bewusstseinsentwicklung, Konfliktlösung, Visionsfindung und Strukturbildung. Er gibt Seminare zu kreativer und transparenter Kommunikation, kollektiver Intelligenz und WIR-Entwicklung in Gemeinschaften und Unternehmen. 

Warum lebe ich seit 35 Jahren in Gemeinschaft? Es ist für mich die schönste und sinnvollste Form lebendig zu bleiben, immer weiterzulernen und konkret an meiner Vision für gelebten Frieden und an einer Kultur der Berührbarkeit mitzuwirken. Motiviert durch meine Liebe zu Menschen und zum Leben, beglückt es mich, immer neue Methoden und Formen zu lernen, die die authentische Essenz von Menschen sicht- und fühlbar machen. Ich bin mit Leib und Seele Liebes- und Lebensforscherin.


Vortrag: Liebe als Haltung

Oft meinen wir, Liebe spiele sich nur in besonderen Lebenssituationen ab, zu dem einen Partner oder Partnerin, zu den Kindern. Oder sie ist ein irrationales Gefühl, was kommt und geht … Erwachsen werden in der Liebe kann bedeuten, dass ich dem Wunsch nach Freiheit und nach Bindung nachgehen kann. Ich finde mein Ja, zu dem was ist und nehme tiefer wahr, dass alles aus der einen Liebe kommt und alles in die eine Liebe zurückfließt.

Persönliche und überpersönliche Inspirationen aus meiner gelebten Erfahrung, Gelingen und noch nicht Gelingen einer offenen Liebesbeziehung in Gemeinschaft.


Workshop 1: Heilung der Ursprünge

Wesentlich für das Gelingen in der Liebe und der Paarbeziehung ist ein liebevolles Hinschauen auf unsere Eltern, vor allem auf die Mutter. Immer wieder noch tiefer Ja sagen zu dem, wo ich herkomme eröffnet mir Freiheit, mehr Selbstliebe und weniger Verstrickung in meinen aktuellen Beziehungen. In diesem Workshop werden wir mithilfe von rituellen Aufstellungen an der meist verletzten Verbindung zu unserer Mutter arbeiten, wenn Zeit genug ist, auch an der Verbindung zu beiden Eltern.


Workshop 2: Sehen ist Lieben (Beschreibung siehe Achim Ecker)

‍Ina Meyer-Stoll

‍Über mich …

‍Ina ist 58 Jahre alt und lebt seit 1984 in Gemeinschaft. Sie ist ZEGG Gründungsmitglied, nach wie vor dort eine der Säulen der Gemeinschaft, innovativ, inspiriert und die Tradition lebendig haltend. „Ich liebe achtsame, authentische Kommunikation, Wahrheit mit Herz und den weiten Wir-Raum der Verbundenheit. Meine Kreativität drückt sich durch einfühlsame und klar Gestaltung von sozialen Prozessen aus. Ich bin Expertin für Liebes- und Partnerschafts Fragen und empfinde tiefe Dankbarkeit für das Leben.“

Mehrere Lieben

„Liebe ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ - Albert Schweitzer.

Was bedeutet es wirklich – ganz konkret – mehrere zu lieben? Welche Bereicherungen, Herausforderungen und Begrenzungen begegnen mir, wenn ich mich auf dieses Wagnis einlasse? Mit einfachen Wahrnehmungsübungen und Gesprächen nähern wir uns dem Thema an. Wir kreieren gemeinsam einen Raum, in welchem wir dem (unseren Gefühlen) nachspüren und uns darüber austauschen. Der Workshop richtet sich an Menschen in Mehrfachbeziehungen und an alle Interessierten.

‍Isolde Döser, Norbert Thiedemann

‍& Kristina Schoch

‍Über uns …

‍Wir sind Suchende, Fragende und wir haben eine Vision. Die Vision, dass Liebe und Vertrauen möglich sind – unter uns, unter Männern und Frauen. Dafür geben wir unsere Kraft und darin fühlen wir uns verbunden. Wir leben seit vielen Jahren in Gemeinschaft und haben uns für eine Liebesbeziehung miteinander entschieden. Es ist uns ein Herzensanliegen, unsere Erkenntnisse und Erfahrungen zu teilen.

‍Aachener Gemeinschaft

‍Jutta, Andrea, Heinz, Christina & Sabyne

‍Über uns …

‍Wir (21 Erwachsene und 10 Kinder/Jugendliche), haben uns vor ca. 15 Jahren über Meditationsarbeit und Selbsterfahrung kennengelernt.

‍Daraus ist der Wunsch nach Gemeinschaft entstanden. Seit 6 Jahren leben die meisten von uns in einem kleinen Dorf in der Voreifel in verschiedenen Häusern und Wohngemeinschaften.

‍Wir treffen uns regelmäßig zu Gemeinschaftsabenden. Außerdem sind eine Frauen- und Männergruppe und eine Tantragruppe entstanden. Neben Freizeitaktivitäten gibt es noch den Permakulturverein, wo ca. 1,5 Hektar Land bearbeitet werden.

‍Aktuell beschäftigen sich einige von uns damit, räumlich noch näher zusammen zu rücken.

Wir wissen zwar nicht, wie es geht, aber gemeinsam können wir es auch nicht … und lieben uns trotzdem

Ein Workshop über die Kunst, trotz aller Schwierigkeiten in Gemeinschaft einander Heimat zu sein. Entstanden aus der wechselnden Erfahrung von Scheitern, Einheit, Hoffnungslosigkeit, Innigkeit, Liebe, Ohnmacht, Heilung und Alleinsein. Wir gestalten einen lebendigen Workshop mit Elementen aus Theater- & Krperarbeit, Erfahrungsaustausch und Begegnung.

Eltern sein in Gemeinschaft

Als Mutter in einer Gemeinschaft lebend und als Initiatorin einer Elternschule, lädt Lena in einem Vortrag und einem Workshop zu einer inhaltlichen Forschungsreise ein, wie ein balanciertes Familien- und Gemeinschaftsleben entstehen kann.


Wir lieben unsere Kinder – darüber sind wir uns sicherlich einig. Doch lieben wir uns als Eltern. Wie schwer fällt es uns doch oft Selbstliebe zu praktizieren. Dieser kosmischen Frequenz Liebe in all ihren Formen Ausdruck zu verleihen, zu uns Selbst unserem Partner – den Kindern, den gemeinschaftlichen Zusammenhängen, in welchen wir leben. Wer mit Kindern lebt, muss Eltern lieben. Dieser Satz drückt aus, was eine hohe Aufgabe beinhaltet. Gemeinschaft kreieren zuallererst in unserem Inneren. Lieben wir uns als Eltern – die eigenen inneren Eltern, unsere leiblichen Eltern? Schnell sind wir bei unserer eigenen Kindheit angelangt und den Herausforderungen, die wir uns damit für dieses Leben gewählt haben. Als Eltern stehen wir in der Verantwortung mit diesen unterschiedlichen Seins-Ebenen zu jonglieren. Können wir uns selbst wertschätzen für unsere Stärken, uns aber auch mit all unseren Schwächen und Unzulänglichkeiten zeigen und diese liebevoll annehmen? Wenn wir als Eltern entspannt, inspiriert und genährt sind – profitieren unsere Kinder ganz selbstverständlich davon. Wie können wir gemeinschaftlich Räume entstehen lassen, in welchen die Bedürfnisse der Kinder als auch von uns Erwachsenen zugleich erfüllt sind? Gemeinsam wollen wir trainieren, erforschen und scheitern, wie wir einem balancierten Familien- und Gemeinschaftsleben entgegenschreiten.

‍Lena Gebhardt

‍Über mich …

‍Lena Gebhardt (*1984), SchülerIn des Seins, L(i)ebendigkeitsforscherIn, feinsinniges Weib,

‍Kindheitspädagogin, Jugend- und Heimerzieherin und in Ausbildung zur körperorientierten systemischen Therapeutin. Frau, Partnerin und Mutter (2013). Seit 2012 auf dem Weg in Gemeinschaft. Im ZEGG leitet sie Kindercamps, Festivals sowie das gemeinschaftliche Kinderhaus mit und hat gemeinsam mit weiteren Engagierten aus der Elternschaft eine interne Elternschule initiiert und mit aufgebaut. Fragend forscht sie, wie authentisch bewusste Kommunikation lebendige Beziehung ermöglicht, welche Liebe frei setzt und heilend wirkt. Sie liebt es Räume zu kreieren, die für alle Beteiligten mehr Weite ermöglichen.

Vortrag: Krieger/Kriegerin in Gemeinschaft – Der Kriegertrupp

Krieger/Kriegerin in Gemeinschaft – Der Kriegertrupp

Der Weg des Kriegers/der Kriegerin ist letztlich identisch mit dem Weg der Selbsterkenntnis, dem Weg der Liebe, dem Weg des Herzens, der echten Gemeinschaft.

Was bedeutet das für mein Leben als Krieger/Kriegerin in Gemeinschaft und für alle, die im Kriegergeist, im Kriegertrupp unterwegs sind?


Krieger-, Kriegerin-Sein ist kein Konzept, sondern eine Lebensweise, eine Möglichkeit, freizuwerden, die Angst zu überwinden und sich absichtsvoll mit der Kraft im Universum zu verbinden, letztlich zu erwachen. Wenn ich ein Krieger, eine Kriegerin bin, ist es sehr wichtig, dass ich mit Menschen im Herzen verbunden bin, lebe und wirke, sozusagen eine Herzgruppe oder einen KRIEGERTRUPP habe, einen heimatlichen Hafen, weil in einem unerschütterlichen Feld von Liebe, von innerer Verbundenheit u. a. größere Energie aufgebaut werden kann – zusammen und bei jedem einzelnen – und Stabilität für äußere Unternehmungen entsteht.

In diesem Vortrag wollen wir die Voraussetzungen dazu untersuchen und Fragen beantworten, wie ein Zusammenleben mit dem Kriegertrupp, der „Kriegerhorde“ konkret aussehen kann.

Mit wem bin ich verbunden, mit wem unterwegs in diesem Leben, im Ganzen?

Wo ist zu Hause – miteinander, in der Liebe, im Ganzen?

Wie ist das mit Freiheit, Freundschaft, Alleinstehen und – wie bringen wir uns immer wieder in die richtige Stimmung?

Wie können wir in der Wirklichkeit gründen und aus der Tiefe, aus Einheit heraus leben?

Hin zu einem Zusammensein, -schwingen, -erblühen, -wirken, weil wir Freunde sind und uns in derselben Absicht zusammen gefunden haben mit dem Ziel der Liebe – zueinander, zur Erde und zum großen Einen.


Workshop: Schossraumbewusstsein – womb wisdom

Weiblichkeit in ihrer kraftvollen Essenz erleben und zu einem natürlichen Ausdruck des weiblichen zyklischen Wesens zurückfinden.    


Wir kreieren einen Raum für ein neues, entspanntes und inniges Miteinander SEIN unter Frauen; einen Raum zum tiefen Zur-Ruhe-kommen und Wiederentdecken, was sich weiblich, lebendig, sinnlich und empfänglich anfühlt, was heilsam, berührend und nährend für uns ist.

Durch verschiedene Visualisierungen und unmittelbar verkörperte Erfahrung bringen wir mehr Bewusstsein in unseren Schossraum, dem Zentrum unserer weiblichen Schöpferkraft und Natur.

Wie wir in ihm ruhen und mit ihm verbunden sind, beeinflusst, wie wir fühlen, denken, uns selbst, andere und die Welt wahrnehmen und aus welcher Wurzel und Kraft wir sprechen und handeln.

Je tiefer wir Frauen in unserem Schossraum, unserer Essenz wurzeln, umso mehr fühlen wir unsere Verbindung zur Erde und dem, was heilig, heil, wahr, weise und ursprünglich ist.


DAS ROTE ZELT

DAS ROTE ZELT ist ein offener Raum für Frauen über den ganzen Samstag mit kleinen Einheiten

(Programmaushang direkt am Zelt) und Stillezeiten, Raum für Miteinander-Sein …

Themen z. B.

– Mondzeit – Menstruation – der rote Faden – die zyklische Natur der Frauen – Schossraumheilung - Initiation ins Frau sein – ein Menarche Ritual für junge Mädchen am Beispiel einer jungen Frau aus der Birkengemeinschaft/Odenwald – Info- und Büchertisch etc.


F I L M Samstagnachmittag

THINGS WE DO NOT TALK ABOUT - Ein Film für Frauen und Männer

Women’s stories from THE RED TENT

von Isadora Gabrielle Leidenfrost. 2012 by Soulful Media.

Englisch mit deutschen Untertiteln. 72 Min.

Ein Dokumentarfilm über die Rote-Zelt-Bewegung von Frauen und Mädchen, der die tiefen, heilenden und kraftvollen Geschichten von Frauen verwebt. Der offene Rote-Zelt-Raum verändert die Art und Weise, wie Frauen miteinander interagieren, wie sie sich gegenseitig unterstützen und über ihren Körper denken. Im ROTEN ZELT ist alles möglich – ein Raum, der Frauen ehrt und feiert und möglich macht, dass Frauen über das sprechen, worüber „Frau“ in anderen Zusammenhängen nicht sprechen möchte.

‍Marlene Graf-Bornhütter

‍Über mich …

‍Marlene Graf-Bornhütter ist 1952 geboren und arbeitet seit 1990 in eigener Praxis für Körper-, Atem- und Energiearbeit. Mit viel Liebe und Leidenschaft organisiert und begleitet sie Visionssuchen mit jungen Frauen, leitet seit vielen Jahren schwerpunktmäßig Frauenkreise und bietet Ritualarbeit an.

‍Marlene lebt in der Birkengemeinschaft im Odenwald.

‍Pravahi Starck & Tom Schnabel

‍Über uns …

‍Pravahi Starck, Tantrameisterin, leitet Tantraseminare seit 2002 und begleitet Menschen auf ihrem Weg der Selbsterkenntnis, lebt in Gemeinschaft seit 2000. Tom Schnabel begleitet Tantraseminare seit 2014 

Tantra als gemeinschaftsbildendes Element workshop

„Am Anfang war Einer, aus dem Einen wurden zwei, aus den Zweien wurden viele und die Vielen sind wieder das Eine“. Tantrische Weisheit. Tantra ist ein spiritueller Weg, der Körper, Geist und Seele als Einheit sieht. Ein Weg der Liebe zu sich selbst und aus dieser Achtsamkeit und dem Respekt sich selbst gegenüber, mit den Mitmenschen, der Natur und allen Dingen so umzugehen und dafür bewusst zu werden. Tantra würdigt die Sexualität als der Spiritualität zugehörig.


In diesem Workshop geht es um praktische Erfahrung. Mit Meditation, tantrischen Übungen und Berührungssequenzen bekommst Du eine Idee und ein Gefühl für die Idee des Tantra. Über den Weg nach Innen, ins eigene Gefühl für den Körper entsteht eine Öffnung und Verbindung ins Gemeinsame und für die Gruppe. Nach einer kurzen Einführung und Einstimmung werden wir einen Raum für gemeinsame Erfahrung öffnen.

In unserer Arbeit erleben wir immer wieder wie ein kontinuierlicher tantrischer Prozess in gemeinschaftliches Leben mündet. Nicht immer gleich in die Gründung einer Lebensgemeinschaft, aber es bilden sich Gruppen, die über den tantrischen Weg in festen tiefen Verbindungen stehen und sich auch dem Thema Lebensgemeinschaft annähern und Netzwerke bilden, die einander unterstützen, tragen, einander vertrauen und das Leben feiern.

Du bist allein oder mit Partner willkommen. Namaste – Ich ehre das Göttliche in Dir.

Aufwachsen in Gemeinschaft

Rahel, Joschuan und Sascha teilen ihre Erfahrung mit dem Zusammenleben in der Kirschblütengemeinschaft. Sascha aus der Perspektive der ersten, Rahel und Joshuan aus der Perspektive der zweiten Gemeinschaftsgeneration – und alle drei aus Sicht einer Freundschaft, in der ein Alters- und Generationsunterschied keine Rolle spielt.

Sascha hat Rahel und Joshuan in deren Kindheit und Erwachsenwerden begleitet und ist nun eine nahe Freundin der beiden. Das ist etwas vom Besonderen des Lebens in Gemeinschaft. Sie ermöglicht ein nahes Zusammenleben über mehrere Generationen hinweg, in der sich Beziehungen fließend formen und wachsen können. Die drei forschen leidenschaftlich gerne zu Fragen des innig-freundschaftlichen Zusammenlebens:

Wie ist es, als Kind in einer Gemeinschaft aufzuwachsen? Wie ist es, diese Kinder als Erwachsene in ihrem Aufwachsen zu begleiten? Was macht, dass die Kinder bleiben und selber zum Blühen der Gemeinschaft beitragen wollen? Wie wird aus mehreren Generationen ein einziges blühendes Feld der Freundschaft?

In ihren Beiträgen am Symposium 2020 in Gießen wollen die drei ihre Erfahrung mit dem Zusammenleben in der Kirschblütengemeinschaft teilen.

Rahel Nicolet Wassermann, Joshuan Nicolet & Sascha Stumm

‍Über uns …

‍Rahel (27) und Joshuan (26) Nicolet sind Kinder der Kirschblütengemeinschaft. Sie sind als älteste Geschwister in einer Großfamilie mit einem Papa, drei (Stief-) Mamas und 12 Kindern aufgewachsen. Mit ihrem eigenen Heranreifen wuchs um sie herum die Gemeinschaft auf heute ca. 120 Erwachsene und 80 Kinder an. Die beiden haben sich entschieden, als Erwachsene in der Kirschblütengemeinschaft zu bleiben und haben eingebettet in diese ihre eigenen Familien und Freundschaftsnetzwerke gegründet.

‍Sascha Stumm (53) war eine der ersten Kirschblüten, die dem Ruf zu Gemeinschaft gefolgt war. Sie lebt – heute mit ihrem Mann und ihren vier Söhnen – seit nunmehr über 23 Jahren in diesem Freundschaftsfeld.

„Tauschlogikfrei“

Wie geht das „Tauschlogigfrei“ zu leben und – was heißt das überhaupt: „…utopische Freiräume gestalten, die den inneren und äußeren Wandel verbinden.“ - so ganz konkret im Leben …


Wir arbeiten, um Wohnraum zu bezahlen. Meist raubt uns die Arbeit Zeit und Nerv, die wirklich wichtigen Dinge zu tun. Und dann nach Feierabend ein bisschen Selbstfürsorge und ein bisschen die Welt retten oder darauf bis nach der Rente warten? Und selbst, wenn uns unser(e) Beruf(ung) erfüllt, hängen wir doch immer noch in der Verwertungslogik, in der wir unsere Zeit und Talente in Geld umrechnen müssen, sodass wir nicht den Menschen, die es brauchen, unsere Fähigkeiten anbieten können, sondern nur denen, die es sich leisten können.

Dass es auch anders gehen kann, macht unser „Kollektiv für gelebte Utopie“ erlebbar, in und mit dem wir utopische Freiräume und Strukturen jenseits von Arbeit, Eigentum, Geld und Tauschlogik zu erschaffen versuchen. Wir gestaltet utopische Freiräume, die inneren und äußeren Wandel verbinden und im Dreiklang von „Widerstand, Austausch und Utopie“ Gesellschaft transformieren. Im Sinne eines radikal-liebevollen Aktivismus experimentieren sie mit unterschiedlichen Formen und Methoden solidarischen Miteinanders. Dabei organisieren sie sich jenseits der klassischen Konstrukte Arbeit, Eigentum, Geld und Tauschlogik und verwirklichen damit offene Räume anderer Selbstverständlichkeiten.


In dem Vortrag teilen wir unsere Erfahrungen und freuen uns auf Austausch: Wie können wir uns so miteinander organisieren, dass andere Selbstverständlichkeiten entstehen?


In diesem Workshop kannst Du

… einen Einblick in eine konkrete utopische Struktur bekommen.

… herausfinden, wie Du in Deinem Alltag jetzt schon andere Selbstverständlichkeiten leben kannst.

… eine Portion Empowerment mitnehmen, um selbst weiter aktiv zu werden und utopische Orte zu gestalten.

‍Tobi Rosswog

‍Über mich …

‍Als Aktivist, freier Dozent und Initiator ist Tobi Rosswog für die sozial-ökologische Transformation unterwegs. Mit all seiner Zeit und Energie setzt er sich für den Wandel ein – hin zu einer Gesellschaft jenseits von Arbeit, Eigentum und Geld. Seit zehn Jahren ist er in diesem Sinne aktiv und lädt in Vorträgen zum Perspektivwechsel ein. Er ist Initiator der Bewegung living utopia, des BildungsKollektiv imago und das Kollektiv für gelebte Utopie, um diese Ideen praktisch erfahrbar zu machen. Nun hat er auch das Buch „AFTER WORK“ im oekom Verlag geschrieben.

‍Veronique Bodenstedt

‍Über mich …

‍Veronique Bodenstedt, Mutter von zwei Kindern, Biodanza-Facilitator, Kunst- und Musiklehrerin an einer Gesamtschule, Systemischer Coach im Bereich Schulsozialarbeit, leitet seit über 10 Jahren Biodanza-Seminare und eine kontinuierliche Biodanza-Wochengruppe.

Biodanza - Tanzen...., eine Art mich dem Leben zuzuwenden

Ich habe mein Leben lang gerne getanzt. Es ist für mich eine der einfachsten und schnellsten Wege, mich selbst zu spüren und zwar auf eine lustvolle Weise. Außerdem war da immer ein Gefühl von Freiheit, das beim Tanzen auftauchte, vor allem wenn ich tanzen konnte wie ich wollte. Dies alles konnte ich bei Biodanza finden – aber das habe ich auch in der Disco gefunden. Das Besondere bei Biodanza ist jedoch für mich, dieser große Raum von Erlaubnis sich selbst und anderen auf einer tieferen Ebene zu begegnen. Biodanza möchte vor allen einen Fühl-Raum öffnen, in dem wir unsere innerste Lebenskraft im Tanz, in der Begegnung und in der Stille wieder entdecken und fließen lassen können.


Dies ist eine Einladung hier zu sein mit dem, was gerade ist, zu tanzen, als würde niemand zuschauen.

Dies ist eine Einladung den Kopf freizumachen, dem Körper zu folgen, Räume zu öffnen und bei dir anzukommen. Im Tanz kannst du spüren, dass du viel mehr bist.

Dies ist eine Einladung gemeinsam mit anderen in Verbindung zu gehen und zu feiern.

Musik

‍Musik (hören und spielen) als Medium der Gemeinschaftsbildung

‍Musik berührt jedes Lebewesen auf einer Gefühlsebene jenseits des Intellekts


‍Monika Mayer, Flöte

‍Ingeborg Scheerer, Violine

‍Andreas Gerhardus, Viola

‍Matthias Hofmann, Violoncello


‍Wir vier Musiker kennen uns schon seit unseren Studienzeiten. Uns verbindet, dass wir Musik und unser Studium nicht nur als persönlichen Weg der Selbsterkenntnis und -entwicklung verstanden haben, sondern darüber hinaus immer interessiert waren an der gemeinschaftsbildenden Eigenschaft von Musik. Das hat uns ganz besonders zum Spielen von Kammermusik geführt. (Das sind Formationen von 2 – ca. 8 Spielern.)

‍Dabei entstehen immer ganz wesentliche Fragen:

  • ‍• Wer führt wann, wen und wie?
  • ‍• Wie wirkt sich für jeden die Verantwortung fürs Ganze aus?

‍Das Beglückende in gelingendem Zusammenspiel ist das Sich-Eingebunden-Fühlen in etwas Größeres als man selbst und angeschlossen zu sein an Kanäle, die nicht im Persönlichen ihren Ursprung haben.


‍Über die Musik hinaus verbinden uns vier auch noch weitere Wege der Zukunftsentwicklung in verschiedenen Formen der Therapie, der Energiearbeit und des Tantra.


‍Auf diesem Symposium möchten wir dazu einladen, die Rolle des „aktiven Zuhörens“ und dadurch „Mitgestaltens“ zu finden. Oft sind sich die Zuhörer gar nicht bewusst, dass sie durch ihre Art des Zuhörens und Begleitens auf das Entstehen der Musik Einfluss haben.

‍(Wir erinnern an die Erkenntnisse der Quantenphysik: „Der Beobachter beeinflusst das Beobachtete“)


‍Weitere Musiker


‍Ste-H-Da

‍Stefanie – Bratsche, Trommel, Tamburina

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